Zentrum für Mehrsprachigkeit

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Dr. Tanja Rinker, Direktorin des Zentrums für Mehrsprachigkeit

Tanja Rinker ist seit vielen Jahren im Bereich Mehrsprachigkeit tätig und ist seit 2009 Leiterin der Arbeitsgruppe „Mehrsprachigkeit und Sprachentwicklungsstörungen“ am Zukunftskolleg/FB Sprachwissenschaft. Nach ihrer Promotion über kindliche Sprachentwicklungsstörungen an der Universität Freiburg untersuchte sie am Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) der Universität Ulm Effekte von Sprachförderung bei ein- und mehrsprachigen Kindern. Sie führte diverse Projekte zur Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern sowie zu den neuronalen Grundlagen des türkisch-deutschen Spracherwerbs durch. Sie hat eine Tochter und einen Sohn, die zweisprachig aufwachsen. 

Prof. Dr. Janet Grijzenhout, Gründerin des Zentrums für Mehrsprachigkeit

Janet Grijzenhout ist Professorin für anglistische Sprachwissenschaft und Leiterin des Babysprachlabors an der Universität Konstanz. Sie ist eine theoretische Linguistin, die auch experimentell mit Schwerpunkt Erstspracherwerb und Mehrsprachigkeit arbeitet. Sie hat das erste Babysprachlabor (BSL) in Süddeutschland gegründet, wo momentan viele experimentelle Studien zu Sprachwahrnehmung und mono- und bilingualen Wort- und Satzproduktionen durchgeführt werden. Ihre momentanen Forschungsschwerpunkte beinhalten die Phonologie und die Morphologie, sowie die historische Sprachwissenschaft. Sie ist Mitglied im “Kompetenznetzwerk Frühe Kindheit“. 

www.uni-konstanz.de/grijzenhout/

 

     

Prof. Dr. Josef Bayer

Josef Bayer ist ein theoretischer Linguist mit einem starken Hintergrund an sprachvergleichener Syntax, v.a. Germanisch (Deutsch, deutsche Dialekte, Niederländisch) im Vergleich zu Indoarisch (Bengali). Dazu kommen thematisch darauf bezogene Arbeiten im Bereich der Psycholinguistik, v.a. Prozesse des Satzverstehens im Deutschen. Durch den komparativen Ansatz und das Interesse an parametrischer Sprachvariation ist ein enger Bezug zu Themen der Mehrsprachigkeit gegeben.

http://ling.uni-konstanz.de/pages/home/bayer/index.html

Dr. Eleanor Coghill

Eleanor Coghill hat sich auf semitische Sprachen, insbesondere auf nordöstliches Neuaramäisch (NENA) spezialisiert. NENA-Sprecher sind im Irak, in der Türkei, in Syrien und im Iran beheimatet. Sie sind seit Jahrhunderten für ihre Bilingualität bekannt, denn sie sprechen Kurdisch, Türkisch, Arabisch und Persisch in ihren Heimatländern und in jüngster Zeit eurpäische Sprachen in der Diaspora. Dr. Coghill ist derzeit Leiterin eines DFG geförderten Projekts über die Auswirkungen von Sprachkontakt auf NENA (Neo-Aramaic Morphosyntax in its Areal-linguistic Context).


https://www.zukunftskolleg.uni-konstanz.de/people/personen-details/coghill-eleanor-944/6338/42244/


       

     

Prof. Dr. Claudia Diehl

Claudia Diehl ist Inhaberin des Lehrstuhls für Mikrosoziologie an der Universität Konstanz. Sie hat an der Universität Mannheim ihr Diplom erworben und promoviert. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Integrationsprozessen von Einwanderern in Deutschland und im internationalen Vergleich. Dabei geht es um Integration in Bereichen wie der Identifikation, der Sprache, der sozialen Kontakte und der Eingliederung im Bildungssystem sowie dem Arbeitsmarkt. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Bedeutung institutioneller Rahmenbedingungen sowie informeller Exklusionsprozesse wie Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung zu. Claudia Diehl leitet derzeit das DFG/Norface geförderte SCIP Projekt, eine Befragung unter 8.000 Neuzuwanderern in vier europäischen Ländern.

 


www.soziologie.uni-konstanz.de/professuren/prof-dr-claudia-diehl/

        

Constantin Freitag

Constantin Freitag hat seine sprachwissenschaftliche Ausbildung (BA, MA) an der Humboldt-Universität zu Berlin absolviert. Seine Forschungsinteressen liegen in der theoretischen Syntax und der Psycholinguistik, mit dem Schwerpunkt auf der Satzverarbeitung. Seit August 2014 promoviert er an der Universität Konstanz und arbeitet in dem EU-Projekt AThEME (Advancing the European Multilingual Experience). In dem Projekt befasst er sich mit Verarbeitungseffekten der deutschen Verbstellung bei Muttersprachlern und bei Lernern des Deutschen, deren Muttersprachen sich strukturell prägnant vom Deutschen unterscheiden. Dabei werden psycholinguistische Untersuchungsmethoden wie Lesezeit-, Eye Tracking- und EEG-Experimente, genutzt, um theoretische Hypothesen hinsichtlich des Zweitspracherwerbs zu prüfen.

 

ling.uni-konstanz.de/pages/home/Freitag/index.php       

Anne Gresser

Anne Gresser lehrt und forscht im Arbeitsbereich Mikrosoziologie an der Universität Konstanz zu Integrationsprozessen von Zuwanderern unterschiedlicher Herkunftsländer und deren Nachkommen. Auch Fragen der sozialen und ethnischen Ungleichheit sind ein wichtiges Forschungsinteresse. Ihr Studium der Diplom-Soziologie hat sie an der Universität Bamberg absolviert. Im Fachbereich empirische Bildungsforschung an der Universität Würzburg promovierte sie zum Thema Unterschiede im politischen Wissen von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Aktuell arbeitet Anne Gresser im Rahmen des AThEME Projektes (Advancing the European Multilingual Experience) zu der Frage, welche Determinanten den Erstspracherhalt von Migranten in Deutschland begünstigen. 

Dr. Tilmann Heil

Tilmann Heil arbeitet zur Mehrsprachigkeit im Senegal und in Spanien. Auf der Basis sprachethnologischer Analysen behandelt er unter anderem den Einfluss von ‚trunkierter Mehrsprachigkeit‘ (truncated multilingualism) und den Gebrauch von linguae francae auf lokales Zusammenleben mit religiöser und kultureller Differenz. Mehrsprachliche Praxis wird verstanden als ein zentraler Bestandteil diversifizierter urbaner Räume. In seiner Arbeit zu Begrüßungen und alltäglichen Sprachspielen betont Tilmann Heil die Spannungen zwischen sprachideologischen und sprachpraktischen Aspekten. Deren Zusammenspiel ist ein Kernbestandteil seiner Ethnographie.

Prof. Dr. Georg A. Kaiser

Prof. Dr. Georg A. Kaiser befasst sich seit vielen Jahren mit Fragen der Mehrsprachigkeit und insbesondere mit der möglichen Auswirkung von Mehrsprachigkeit auf den Sprachwandel. Seit 2000 ist er Professor für romanistische Sprachwissenschaft an der Universität Konstanz. Zuvor war er an der Universität Hamburg tätig, wo er unter anderem im Sonderforschungsbereich „Mehrsprachigkeit“ als Mitarbeiter im Teilprojekt „Mehr­sprachigkeit als Ursache und Folge von Sprach­wandel: Historische Syntax romanischer Sprachen“ tätig war. In sprachlicher Hinsicht befasst er sich schwerpunktmäßig mit dem Französischen, Spanischen und Portugiesischen sowie dem Rätoromanischen, Okzitanischen und Baskischen.   

Dr. Svenja Kornher

Seit 2013 lebt Svenja Kornher in Konstanz und lernt den süddeutschen Dialektraum kennen. Zuvor hat sie in Hamburg studiert (Pädagogik und Geschichte), gearbeitet (unter anderem in der Sozialen Arbeit und im Museum) und promoviert (Geschichte). Als Referentin für Diversity in Studium und Lehre koordiniert sie unter anderem verschiedene Sprachförderungsprojekte für mehrsprachige Studierende. Dieses Angebot soll um einen weiteren Schwerpunkt ergänzt werden. Deshalb entwickelt sie weitere Projekte, um Studierende noch stärker dazu zu motivieren, Mehrsprachigkeit als Ressource für ihr Studium zu nutzen. Sie freut sich auf den produktiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen des Zentrums für Mehrsprachigkeit.                                        

                                                      

Prof. Dr. Tanja Kupisch

Tanja Kupisch ist seit 2014 Professorin für romanistische Sprachwissenschaft. Davor hat sie zu dem Thema der Mehrsprachigkeit an unterschiedlichen Universitäten (Hamburg, Calgary, McGill, Lund) geforscht. Ihre Forschungsbereiche sind kindlicher bilingualer Spracherwerb, erwachsener Zweitspracherwerb, bilektaler Spracherwerb, Tertiärspracherwerb, Sprachverlust („language attrition“) sowie die Auswirkungen von Sprachdominanz auf Spracheneinfluss, wozu sie mit deutschen, englischen, französischen, italienischen, russischen und türkischen Sprechern gearbeitet hat. Die Phänomene umfassen u.a. grammatisches Genus, Artikelerwerb, Definitheitseffekte sowie fremdsprachlichen Akzent. Von 2009-2011 hat sie ein DFG-Projekt zum Thema Sprachverlust und Bilinguismus geleitet.

Monika Lindauer

Monika Lindauer arbeitet seit April 2015 im Projekt AThEME. In ihrer Dissertation untersucht sie sprachliche Kompetenzen und Erwerbsprozesse des Deutschen bei Kindern mit Türkischer oder Italienischer Herkunftssprache. Experimentelle sprachwissenschaftliche Methoden sowie eine soziologische Erfassung des sozialen Netzwerkes dienen hierbei als Untersuchungsinstrumente. Davor war sie an einer soziolinguistischen Vorstudie zum Projekt AThEME beteiligt, in dem die Rolle der Sprache bei der Entstehung ethnischer Diskriminierung untersucht wurde. Das Interesse für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb verfolgte sie bereits durch Tätigkeiten als DaZ/DaF-Lehrkraft in Deutschland und in der Türkei sowie während ihres Studiums der Anwendungsorientierten Interkulturellen Sprachwissenschaft. Zu ihren bisherigen Forschungsinteressen zählen die kontrastive Linguistik und die Soziolinguistik. Dabei befasste sie sich u.a. mit den Themen Sprachvarietäten und -normen sowie deren Verwendung und Stellenwert. Ihre sprachlichen Schwerpunkte liegen auf Französisch, Italienisch, Türkisch sowie Deutsch als Zweit- und Fremdsprache.

Dr. Muna Pohl

Muna Pohl forscht und lehrt als wissenschaftliche Assistentin in der Anglistik am Fachbereich Sprachwissenschaft zu den Themen Erst- und Zweitspracherwerb, vor allem in den Bereichen Phonetik und Phonologie. In ihrer Promotion hat sie die Lautwahrnehmung bei Babys und Kleinkindern aus deutsch- und schweizerdeutsch-sprachigen Familien untersucht. Im Rahmen dieses Projekts hat sie das Babysprachlabor (BabyLab)  aufgebaut, das 2007 an der Universität Konstanz eröffnet wurde und inzwischen Teil des Verbunds der Konstanzer linguistischen Labore (LingLab) ist.

http://ling.uni-konstanz.de/pages/home/pohl/                               

                                                     

                                                  

Dr. habil. Monika Reif-Huelser

Monika Reif-Huelser ist an der Universität Konstanz Privatdozentin für Anglistik und Amerikanistik mit kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Sie arbeitet zu  Ethik, Menschenrechten und den Phänomenen von Gewalt und Trauma in literarischen und kulturkritischen Texten.  Die Themen der Flüchtlingsströme des 21. Jahrhunderts, der Migration (innerer und äußerer, freiwilliger oder erzwungener), des Asylantenstatus, der Integration sowie der dadurch entstehenden Zwischenwelten mit ihrer eigenen Art von Sprachlosigkeit, Sprachverwirrung oder Sprachamalgamierung bestimmen zunehmend filmische und literarische Erzählungen.
Dabei richtet sich der Fokus auch auf die Frage nach der Funktion von Sprache/Sprachen, die als eine Fortsetzung des Handelns mit anderen Mitteln bezeichnet worden ist.  Der Topos der "Mehrsprachigkeit" bekommt unter diesen Aspekten der Begegnung von Fremdem und Eigenem eine ethische, soziale und politische Dimension.

Dr. Margarita Stolarova

Margarita Stolarova ist Entwicklungspsychologin. Sie leitet die Arbeitsgruppe Frühe Kindheit und das Netzwerk KIND an der Universität Konstanz. Zurzeit vertritt sie die Professur für Pädagogik und Entwicklung in der Frühen Kindheit an der Hochschule Rhein-Waal. Margarita Stolarova beschäftigt sich mit kindlicher Entwicklung im Kontext unterschiedlicher Sozialisationserfahrungen und kultureller Einflüsse. Sie untersucht unter anderem den Spracherwerb von ein- und mehrsprachigen Kindern in verschiedenen Betreuungsarrangements. Darüber hinaus widmet sie sich spezifischen Aspekten der sozialen Wahrnehmung von Kindern, insbesondere der Fähigkeit das Hilfebedürfnis einer anderen Person zu erkennen. In ihrer interdisziplinären Forschung kombiniert Margarita Stolarova psychophysiologische Erhebungsmethoden mit Verhaltensstudien und Fragebogenuntersuchungen.

https://www.researchgate.net/profile/Margarita_Stolarova/

https://www.zukunftskolleg.uni-konstanz.de/people/personen-details/stolarova-margarita-1032/6338/42244/