Zentrum für Mehrsprachigkeit

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Hintergrund

 

Im Jahr 2013 wurde das europäische Projekt „Advancing the European Multilingual Experience“ initiiert und mit einem Budget von 5 Mio. Euro von der EU gefördert. Ziel der 17 Partner aus 8 Ländern ist es, Mehrsprachigkeit in Europa zu erforschen, die Forschungsfelder reichen dabei von der Erhaltung der L1-Sprachen bis zu klinischen oder neurowissenschaftlichen Themen. Ein essentieller Bestandteil dieser Projekte ist die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse. Diese sollen sowohl der Politik und Lehrenden als auch der interessierten Öffentlichekeit zugänglich gemacht werden. Diese Transparenz soll insbesondere zu einem positiven Verständnis von Mehrsprachigkeit und dem selbstverständlichen Gebrauch von mehreren Sprachen in Familie und Bildungseinrichtungen führen.

Im Rahmen des europäischen Projekts werden die nationalen Partner an das Netzwerk Bilingualism Matters angeschlossen. Bilingualism Matters wurde an der Universität Edinburgh, GB, von Prof. Antonella Sorace, einer international renommierten Spracherwerbsforscherin gegründet.

Schon seit Jahren herrscht in diesem Bereich ein großer Informationsbedarf, und auch eine verstärkte Zusammenarbeit von Forschenden, Wissenschaftlichen und Akteuren im Bereich der Mehrsprachigkeit an der Universität Konstanz sowie der Stadt Konstanz ist angestrebt. Die Konstanzer Version von Bilingualism Matters ist das Zentrum für Mehrsprachigkeit, das von Prof. Dr. Janet Grijzenhout und Dr. Tanja Rinker am 24. Januar 2014 gegründet wurde.

 

 

Ziele und Aufgaben

 

Das Zentrum hat sich zum Ziel gesetzt, an der Universität Konstanz sowie in der Stadt Konstanz und darüber hinaus als zentrale Kontakt- und Vernetzungsstelle zu fungieren.

Das heißt im Einzelnen:

  • Einrichtung eines interdisziplinären Forschungskolloquiums an der Universität Konstanz zum Thema „Mehrsprachigkeit“
  • Anbahnung von wissenschaftlichen Aktivitäten und Forschungsanträgen
  • Ringvorlesung „Mehrsprachigkeit“ im Wintersemester 2014/15 – für die Öffentlichkeit und alle Mitglieder der Universität Konstanz
  • Vernetzung mit anderen Bilingualism Matters-Zentren in Europa und ähnlichen Zentren für Mehrsprachigkeit in Deutschland
  • Monatliche Veranstaltungen zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen in Familie, Bildungseinrichtungen, etc.
  • Einrichtung einer Telefonsprechstunde
  • Beratung von Einrichtungen und Behörden im Bereich Mehrsprachigkeit
  • Beratung von mehrsprachigen Familien
  • Kooperationen und gemeinsame Projekte mit Einrichtungen an der Universität und im Bildungsbereich 

 

Bild: Die drei Ziele des Zentrums für Mehrsprachigkeit an der Universität Konstanz